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1 December 2016 Erstnachweise und Bemerkenswerte Funde von Flechten und Lichenicolen Pilzen im Harz und Dem nördlichen Harzvorland (Sachsen-Anhalt und Niedersachsen)
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Abstract

Kison, H.-U., Eckstein, J., Seelemann, A. & Stordeur, R. 2016. Erstnachweise und bemerkenswerte Funde von Flechten und lichenicolen Pilzen im Harz und dem nördlichen Harzvorland (Sachsen-Anhalt und Niedersachsen). — Herzogia 29: 451–464.

Es werden 56 Taxa behandelt, 51 davon sind Flechten, drei sind lichenicole Pilze und zwei werden zu den saprophytischen Pilzen gezählt. Micarea nigella wurde (aus Niedersachsen) neu für Deutschland nachgewiesen. Für Sachsen-Anhalt können die folgenden 16 Arten als neu gemeldet werden: Agonimia flabelliformis, A. globulifera, Arthonia didyma, Arthopyrenia fraxini, A. salicis, Buellia epigaea, Dactylospora saxatilis, Fuscidea lygaea, Helocarpon pulverulum, Melanohalea elegantula, Pertusaria coronata, Pycnora sorophora, Stigmidium eucline, Thelidium minutulum, Trapeliopsis aeneofusca und Verrucaria floerkeana. Acht Arten sind bedeutende Wiederfunde nach sehr langer Zeit. Vier davon, Lecidoma demissum, Montanelia panniformis, Ramalina fastigiata und Rhizocarpon hochstetteri, waren in der Roten Liste von Sachsen-Anhalt bereits als ausgestorben verzeichnet, Collema flaccidum und Naetrocymbe punctiformis galten als vom Aussterben bedroht, und Peltula euploca und Zwackhia viridis fehlen in der Roten Liste. Für 13 Arten mit schon länger zurückliegenden Nachweisen können aktuelle Funde gemeldet werden, darunter auch Steinia geophana, die erst zum zweiten Mal in Sachsen-Anhalt nachgewiesen wurde. Die letzten Angaben für diese Arten stammten ausnahmslos aus der Zeit vor der Jahrtausendwende. Für 11 Arten, die in den letzten Jahren entweder neu gefunden oder wieder nachgewiesen wurden, werden weitere Funde vorgelegt. Hervorzuheben sind hier Cladonia polycarpoides und Frutidella pullata als Zweitfunde für Sachsen-Anhalt. Als neu für Niedersachsen wurde Aspilidea myrinii nachgewiesen, Zwackhia viridis konnte nach genau 150 Jahren wieder aufgefunden werden. Cetrariella commixta wird für Niedersachsen seit 1958 als ausgestorben geführt. Es konnte jedoch ein Herbarbeleg von H. Ullrich aus dem Jahr 1988 aufgefunden sowie zwei aktuelle Funde dieser Art angegeben werden. Für weitere sechs in Niedersachsen meist sehr bis extrem seltene Arten werden aktuelle Funde gemeldet.

Hans-Ulrich Kison, Jan Eckstein, André Seelemann, and Regine Stordeur "Erstnachweise und Bemerkenswerte Funde von Flechten und Lichenicolen Pilzen im Harz und Dem nördlichen Harzvorland (Sachsen-Anhalt und Niedersachsen)," Herzogia 29(2), 451-464, (1 December 2016). https://doi.org/10.13158/heia.29.2.2016.451
Accepted: 1 June 2016; Published: 1 December 2016
JOURNAL ARTICLE
14 PAGES


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